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Golubic verpasst Geburtstags-Triumph in Linz

An ihrem 24. Geburtstag kämpft Viktorija Golubic in ihrem zweiten WTA-Final bravourös, verliert aber gegen Dominika Cibulkova 3:6, 5:7.

Im ersten Satz ist Dominika Cibulkova gegen Viktorija Golubic einen Moment lang nahe an der Verzweiflung. Mal für Mal schnuppert sie am Break, setzt Golubic unter Druck. Doch die Zürcherin bringt die Bälle immer wieder zurück. Die Slowakin muss sich jeden Punkt hart verdienen. Doch irgendwann ist Cibulkova dann zu stark. Beim Stand von 4:3 holt sie sich das Break und in der Folge den ersten Satz.

Früh im zweiten Satz streikt bei Golubic dann plötzlich die Rückhand. Beim Stand von 1:1 ist sie etwas von der Rolle, macht bei eigenem Aufschlag keinen Punkt. Das frühe Break ist Tatsache.

Die Vorentscheidung? Nein! Golubic wehrt sich mit allem, was sie hat. Ein weiteres Break kann sie geradeso vermeiden, dann schlägt sie zurück und nutzt gleich ihre erste Breakchance zum 3:3! Cibulkova ist plötzlich verunsichert, während Golubic immer wieder ihr feines Händchen unter Beweis stellt. Doch die Schweizerin ist nicht kaltblütig genug. Drei Breakchancen zum 5:3 lässt sie ungenutzt. Vier weitere zum Satzgewinn ebenfalls.

Stattdessen schlägt Cibulkova dann bei 5:5 selber zu. Das lässt sich die Weltnummer 10 dann nicht mehr nehmen. Cibulkova siegt 6:3, 7:5 und sichert sich damit die Teilnahme an den WTA Finals in Singapur.

Und Golubic? Die hat trotzdem Grund zu feiern. Einerseits natürlich wegen ihrem 24. Geburtstag. Andererseits auch, weil sie in der Weltrangliste einen gewaltigen Sprung macht. Die Gstaad-Siegerin und aktuelle Nummer 62 wird am Montag mindestens auf dem 54. Rang auftauchen.

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Viktorija gewinnt ersten WTA-Titel

Viktorija Golubic krönt ihre Traumwoche in Gstaad und gewinnt mit einem Finalsieg gegen Kiki Bertens ihren ersten WTA-Titel.

Die 23-jährige Zürcherin, (noch) Nummer 105 der Welt, setzte sich im Final 4:6, 6:3, 6:4 gegen die als Nummer drei gesetzte Bertens (WTA 26) durch. Die Niederländerin hatte im Halbfinal Timea Bacsinszky ausgeschaltet und damit einen Schweizer Final verhindert.

Bertens war mit einem Ass in den Final gestartet, doch Golubic fand sich schnell wohl. Sie profitierte auch von der Erfahrung, die sie beim Fedcup-Halbfinal in Luzern gesammelt hatte. Ein schwaches Game zum 4:6 kostete sie aber den Satz. „Ich ärgerte mich über mich selber“, erklärte sie danach. „Aber dann begann das Spiel für mich neu.“

Es blieb ein Kampf auf Biegen und Brechen. „Ich wusste, das Bertens immer hartnäckig bleibt und ich das Level immer hoch halten musste.“ Im zweiten Satz zog sie bis zum 4:1 davon und verteidigte diese Führung. Im entscheidenden Durchgang machte die Schweizerin einen 0:1-Rückstand gleich wieder wett, dann gab es erst beim Stand von 5:4 wieder eine Breakchance. Es war gleichzeitig Matchball für die sensationelle Debütantin Golubic. Mit einem Passierball, der noch leicht die Netzkante touchierte, nutzte Golubic diesen resolut. Bertens hatte zuvor beide Finals die sie gespielt hatte, 2012 in Fès und im letzten Mai in Nürnberg, gewonnen.

Die Zürcherin liess sich rücklings auf den Sand fallen, umarmte bei endlich strahlendem Sonnenschein ihre Finalgegnerin Bertens – und machte sich auf die lange Gratulations- und Interviewtour.

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Vormarsch von Golubic im Ranking

Die Erfolge der Schweizer Tennisspielerinnen am Heim-Turnier in Gstaad schlagen sich auch in der Weltrangliste nieder. Viktorija Golubic und Rebeka Masarova machen grosse Sprünge nach vorne.

Golubic machte dank ihrem ersten Turniersieg auf Stufe WTA einen Sprung von Rang 105 auf Position 72 und schaffte damit erstmals in ihrer Karriere den Einzug in die Top 100.

Die Aufsteigerin der Woche ist Rebeka Masarova. Die 16-jährige Baslerin, die bei ihrer WTA-Turnier-Premiere gleich den Halbfinal erreicht hatte, verbesserte sich um beinahe 500 Plätze und liegt nun auf Platz 317.

Wieder beste Schweizerin im Ranking ist Timea Bacsinszky. Die Waadtländerin machte dank ihrem Halbfinaleinzug in Gstaad zwei Plätze gut und liegt als 15. wieder einen Rang vor Belinda Bencic.

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